Am 24. Januar 2025 setzte sich eine fünfköpfige Delegation in Richtung der sächsischen Porzellanstadt Meißen in Bewegung. Ziel war das 65. überregionale Meißener Hallenturnier mit Turnerinnen und Turnern aus Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen. Zeitlich ideal gelegen zwischen der Wettkampfsaison 2024 und 2025 und eine gute Möglichkeit, neu Erlerntes im Wettkampf zu erproben und die körperliche Verfassung acht Wochen vor Ligabeginn zu testen. Prickelnd auch, die Atmosphäre in neuer Umgebung mit einem sehr formalen Wettkampfablauf und einem gänzlich unbekannten Teilnehmerfeld.
Der Situation geschuldet, turnen Lisa und Josephine einen durchwachsenen Wettkampf, der ihre Erwartungen und Hoffnungen nicht ganz erfüllte. Nach durchaus gelungenem Sprung erfolgte ein Dämpfer am Stufenbarren. Josephine konnte den Griff beim Flugelement vom unteren zum oberen Holm nicht halten und musste das Gerät verlassen. Lisa schaffte die 360° beim Sohlumschwung nicht und konnte dadurch nicht den „Flieger“ anschließen.
Am Balken turnte Josephine erstmals im Wettkampf den Bogengang rückwärts. Leider verlor sie die Spannung im Schultergürtel und musste das Gerät verlassen. Schade, dabei hatte das Element beim Einturnen noch 3-mal super geklappt. Bei Lisa folgte der Sturz nach der Sprungkombination. Eigentlich unnötig!
Die anschließenden Bodenübungen turnen beide dann sicher, elegant und fehlerfrei. Josephine zeigte bei den Sprüngen weite Spreizwinkel. Lisa begeisterte durch eine stark verbesserte Ausstrahlung und Präsenz in der Ausführung, Licht und Schatten! Bestimmt aber eine lehrreiche Erfahrung, die in der Zukunft positiv wirken wird.
Damit neben Körper und Psyche auch Geist und Bildung zu ihrem Recht kommen, gehört zu einer Wettkampf Fahrt auch das Erleben der Region, in der man sich aufhält. Dafür sorgte ein Spaziergang durch den Altstadtbereich der sächsischen Landeshauptstadt Dresden mit Frauenkirche, Fürstenzug der sächsischen Kurfürsten, das Residenzschloss, die Schlosskirche, der goldene Reiter mit dem Altstadt Panorama, der Semperoper, dem Zwinger und natürlich dem Grünen Gewölbe.
Frank Eichler



